Welcher Job?

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sdsdsdsv
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Re: Welcher Job?

Beitragvon sdsdsdsv » 27. September 2020, 09:01

Ich bedanke mich auch nochmal für die Hinweise.

Judas
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Re: Welcher Job?

Beitragvon Judas » 27. September 2020, 13:45

@Kalliope Hallo Kalliope Die persönlichen Einschränkungen mit den starren Regeln, welche ein "normales" Arbeitsleben mit sich bringen, finde ich sehr schwer auf Dauer umzusetzen.
Ich mag es nicht für 8 Stunden am Tag an einem Ort mit Menschen gebunden zu sein, an dem ich gar nicht sein will...
Ich will mich nicht unterhalten und alleine die Präsenz von anderen löst in mir Stress aus, da ich dann immer denke wie schön es jetzt wäre allein zu sein.
Klar kommt dann auch dieser Faktor von "Fremdbestimmt sein" hinzu, da man ja nicht so einfach kündigen kann und trotzdem jeden Tag dort hin gehen muss bis man etwas neues gefunden hat. Ich bin dann quasi abhängig von etwas und fühle mich jedes mal frei wenn ich gekündigt habe.
Allein der Gedanke, dass ich nie wieder diese Menschen sehen und mit diesen reden muss und dass ich erstmal wieder bis zum neuen Job krankgeschrieben bin, löst in mir Glücksgefühle aus.
Ich finde es schwierig mich an neue Menschen zu gewöhnen, diese genauer kennen zu lernen, vorallem wenn ich diese zusätzlich noch unsympathisch finde.
Jeden Tag habe ich mich gefragt wieso ich eigentlich überhaupt reingehe, wenn ich doch gar nicht für den Staat arbeiten will und mich mit Kollegen umgeben muss, welche ständig übereinander gelästert haben, wenn der andere das Dienstzimmer verlassen hat.

Ich hasse es wenn mich Leute bewusst ausfragen um Fehler oder Geheimnisse bei mir zu finden, welche sie dann bewusst gegen mich verwenden können.
Und das soll nicht heißen, dass ich paranoid bin...
Das war dort jeden Tag gang und gäbe das sich die Kollegen untereinander über sehr private Details der anderen lustig gemacht haben...
Deswegen habe ich nie etwas gesagt und immer gegessen wenn ich nichts zu tun hatte, nach dem Motto"Wenn der Mund voll ist spricht man nicht und niemand spricht mich an"...
Außerdem rede ich halt einfach nicht gerne und betrachte das oft als sinnlos.

Danke dir für den Vorschlag mit dem Elektroniker:)
Cooler Beruf, aber 3Jahre Berufsschule würde ich zurzeit leider nicht schaffen.
Das gute an der Ausbildung wäre, dass man bei einer kleinen Firma arbeiten könnte, wo man vll der einzige Azubi ist.
Wie ist es denn bei dir? :)
Zuletzt geändert von Judas am 27. September 2020, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.

Judas
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Re: Welcher Job?

Beitragvon Judas » 27. September 2020, 13:56

@2ost
Vielen Dank auch an dich für die Jobtipps...
Spieleentwickler hört sich echt nicht schlecht an, aber der Weg dahin würde echt hart werden. Meine alleinige Motivation ein Fernstudium durchzuziehen, wäre dass ich später mal Teilzeit arbeiten könnte und im technischen Bereich einen Beruf finden würde, wo ich in Ruhe und relativ selbstständig arbeiten könnte.

Finde ich stabil, dass du eine Ausbildung durchgezogen hast auch wenn die Leute dir gesagt haben, dass du nie was schaffen wirst.
War bei mir beim Abi genauso.
Der Direktor meinte damals zu mir ich soll nicht wiederholen, da ich das Abi nicht schaffen werde(hatte ca 150-200 Fehltage in 3Jahren) und nie einen Ordner oder Hefte zum Mitschreiben gehabt.

Judas
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Re: Welcher Job?

Beitragvon Judas » 27. September 2020, 14:03

ToWCypress81
Den Vergleich zwischen den Psychologen und den Fachfleischverkäufern finde ich sehr gut.
Werde ihm das so sagen und auch so begründen wie du das geschrieben hast. Vielen Dank dir nochmal.
Und cool dass du schon 8Jahre in dem Beruf bist.
Ich glaube, wenn das mit dem Fernstudium nix wird, versuche ich auch auf Dauer einen Job in den Bereich zu bekommen.
Zuletzt geändert von Judas am 27. September 2020, 14:48, insgesamt 1-mal geändert.

Judas
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Re: Welcher Job?

Beitragvon Judas » 27. September 2020, 14:43

@tiffi
Das verstehe ich auch nicht wie man mit unter 18 schon wissen soll, welchen Beruf man machen will...
Klar es gibt wohl viele, die spezielle Interessen haben und diese dann in einem Beruf umsetzen oder verfolgen können...
Mich hat leider nie etwas interessiert.
Fühle mich einfach frei wenn ich nicht viel weiß, wenn ich nicht nachdenken muss sondern einfach in den Tag reinleben kann.
Da ich keine hohen Ansprüche habe, würde ich das wohl auch mit Arbeitslosengeld umsetzen können, aber ich will ja eigentlich endlich Interesse an irgendwelchen Themen oder Bereichen entwickeln und keinen Zwang. Anderseits weiß ich ja, dass mich "Nichtstun" glücklich macht.
Mein Traum wäre in einem Haus in Finnland oder Norwegen zu leben, in einem Wald, wo ein See mit Fischen in der Nähe ist.

Könntest du bitte diese Angst die du im Bezug auf das "Herauskristallisieren" geäußert hast genauer erklären? Meinst du,dass du Angst hast "falsche" Interessen zu finden, welche dann vll für paar Monate oder Jahre präsent sind, du aber dann merkst, dass das doch nur Blödsinn war, weil du ja gezwungen warst dich mit sowas auseinanderzusetzen um einen passenden Beruf auf die Schnelle zu finden?

In die FH zu gehen war sehr schwierig für mich, weil es ja eigentlich genauso wie Schule ist...
Mich haben da die vielen Menschen gestört.
Und als der erste Tag kam, wo ich im Labor mit diesen arbeiten sollte, bin ich mitten im "Unterricht" aufgestanden und gegangen.
Interesse war halt auch nicht vorhanden.
Inzwischen weiß ich, dass mich einfach nichts interessiert und das einzige Ziel in der Zukunft ist, Teilzeit und mit wenigen Menschen zusammen zu arbeiten .
Ob dieses Ziel ausreicht, um ein Studium durchzuziehen oder ob ich dann doch vorher abbreche und als Revierfahrer oder im Objektschutz arbeite, weiß ich leider nicht.

Das mit der Unterscheidung von Beruf und Job finde ich echt top:)
Wede ich aufjedfall so in meine Ansichten übernehmen.

Dein beruflicher Werdegang ist aufjedenfall interessant, vorallem der Teil mit dem abgeschossen Studium und dann der Übergang in der Praxis muss echt hart gewesen sein.
Genauso so wird es mir auch ergehen, wenn ich von einem Studium dann wieder in die Arbeitswelt wechsel...
Lg
Zuletzt geändert von Judas am 27. September 2020, 22:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Welcher Job?

Beitragvon Kalliope » 27. September 2020, 15:19

@Judas:
Judas hat geschrieben:abgeschossen Studium
herrlich. Ich liebe Tippfehler (meine ich ernst, aber natürlich mit Augenzwinkern). Studium abschießen wollte ich nämlich auch, mehr oder weniger kurz vorm Diplom.

Zum Rest schicke ich Dir eine PN.
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Re: Welcher Job?

Beitragvon tiffi » 28. September 2020, 00:27

Hallo Judas
Judas hat geschrieben:Das gute an der Ausbildung wäre, dass man bei einer kleinen Firma arbeiten könnte, wo man vll der einzige Azubi ist.
Ja, sowas klingt nicht verkehrt. Wenn man dann schon selbständig Aufträge macht, hat man nicht mal mehr
den Meister ständig im Rücken.
Eine Art Fremdbestimmtheit bleibt natürlich trotzdem, wo man hinfährt und Zeitdruck.

Hast du eigentlich künstlerische Begabungen? Oder könntest du etwas selbständig ausüben?
Vielleicht könnte ja in der Richtung etwas zumindest ein Standbein werden. Zusammen mit anfangs einem Teilzeit Job.
Judas hat geschrieben:Fühle mich einfach frei wenn ich nicht viel weiß, wenn ich nicht nachdenken muss sondern einfach in den Tag reinleben kann.
Das finde ich auch toll und ich brauche es eigentlich wie die Luft zum atmen.

Aber das Gefühl des "Nur allein rumdümpelns" hat sich auch manchmal unangenehm gewandelt.
Bei mir wurden im Laufe der Zeit Depressionen und Ängste stärker, und dann war es für mich doch besser, eine Aufgabe zu haben
zum fokussieren. Am besten keine, wo man wie das Schaf zum Schaffot rennt
Judas hat geschrieben:Könntest du bitte diese Angst die du im Bezug auf das "Herauskristallisieren" geäußert hast genauer erklären? Meinst du,dass du Angst hast "falsche" Interessen zu finden, welche dann vll für paar Monate oder Jahre präsent sind, du aber dann merkst, dass das doch nur Blödsinn war, weil du ja gezwungen warst dich mit sowas auseinanderzusetzen um einen passenden Beruf auf die Schnelle zu finden?
Das lieber per PN.


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