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ToWCypress81
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Re: Servus

Beitragvon ToWCypress81 » 27. Juni 2016, 00:00

Kann sein das einige Merkmale der Schizophrenie auch bei Schizoiden zutreffen.
Ich finde allerdings das es zwischen Asperger-Autisten und Schizoiden einen noch stärkeren Zusammenhang gibt.
Bei Asperger-Autisten stimmt der emotionale Ausdruck Menschen gegenüber soweit ich weis deshalb meistens nicht - weil sie sich nicht in ihr Gegenüber hineinfühlen können und dadurch die Emotionen der Menschen oft falsch deuten.
Schizoide wiederum können sich schon in andere hineinfühlen - haben meiner Meinung nach aber Probleme das sie immer zuviele mögliche Emotionen wahrnehmen und dadurch am Gegenüber hineinintepretieren, sodass sie dadurch auch wiederum oft Schwierigkeiten haben die richtigen Emotionen dem Gegenüber entgegenzubringen.
Ich bin daher der Meinung das beide Fälle durch eine mögliche extreme emotionale Überempfindlichkeit bzw. Irritierbarkeit entstehen.
Beim Asperger-Syndrom das allerdings darin mündet, das diese Überempfindlichkeit/Irritierbarkeit sie in eine extreme Introvertiertheit zwingt, sodass sie ihre Außenwelt gar nicht mehr richtig wahrnehmen können - was zu dieser angesprochenen mangelnden oder nicht vorhandenen Emphatie führt.
Bei Schizoiden wiederum diese emotionale Überempfindlichkeit/Irritierbarkeit nicht in einer reinen Introvertiertheit mündet, sondern sie es vorziehen wegen diesen zu vielen emotionalen Wahrnehmungen die Menschen zu meiden - da es sie ansonsten zu sehr anstrengen, verwirren, oder gar Ängste/Panik auslösen würde.

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Re: Servus

Beitragvon MirrorMirror » 27. Juni 2016, 12:33

ToWCypress81 hat geschrieben:Schizoide wiederum können sich schon in andere hineinfühlen - haben meiner Meinung nach aber Probleme das sie immer zuviele mögliche Emotionen wahrnehmen und dadurch am Gegenüber hineinintepretieren, sodass sie dadurch auch wiederum oft Schwierigkeiten haben die richtigen Emotionen dem Gegenüber entgegenzubringen.

Das trifft auf mich in keiner Weise zu.
ToWCypress81 hat geschrieben:Ich bin daher der Meinung das beide Fälle durch eine mögliche extreme emotionale Überempfindlichkeit bzw. Irritierbarkeit entstehen.

Auch das nicht.
ToWCypress81 hat geschrieben:Bei Schizoiden wiederum diese emotionale Überempfindlichkeit/Irritierbarkeit nicht in einer reinen Introvertiertheit mündet, sondern sie es vorziehen wegen diesen zu vielen emotionalen Wahrnehmungen die Menschen zu meiden - da es sie ansonsten zu sehr anstrengen, verwirren, oder gar Ängste/Panik auslösen würde.

Ich halte es für nicht hilfreich einen Katalog aufzulegen und als Standard zu verkaufen.
PKW xy mit PS soundsoviel bei Nm irgendwas und jede 30.000km gehen wir zum Ölwechsel.
Meiner emotionalen Wahrnehmung geht es gut, ich empfinde meine Artgenossen schlicht als lästig, sollte ich mit ihnen länger als ein paar Minuten auf einem Haufen sein. Das strengt tatsächlich an, ich reagiere recht schnell mit Stress und muss dann weg. Es verwirrt mich aber nicht und Panik kriege ich deswegen auch nicht [;)]

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Re: Servus

Beitragvon Headmatter » 27. Juni 2016, 12:48

Stimme MirrorMirror zu, erkenne mich in "emotionaler Überempfindlichkeit" auch nicht wieder und bin im Vergleich zu anderen in dem Punkt eher stumpf bzw. betriebsblind.

Meide Menschen eher, weil mir deren Befindlichkeiten auf den Sack gehen, die Leute sind so unsachlich. :breites grinsen:
"T. H. White always took great pains to be gentle precisely because he wanted to be cruel."

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Re: Servus

Beitragvon Indigocat » 27. Juni 2016, 22:40

ToWCypress81 hat geschrieben:Schizoide wiederum können sich schon in andere hineinfühlen - haben meiner Meinung nach aber Probleme das sie immer zuviele mögliche Emotionen wahrnehmen und dadurch am Gegenüber hineinintepretieren, sodass sie dadurch auch wiederum oft Schwierigkeiten haben die richtigen Emotionen dem Gegenüber entgegenzubringen.


Das beschreibt mich ziemlich genau. Geht vielleicht auch ein bisschen in Richtung Hypersensibilität...
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Re: Servus

Beitragvon ToWCypress81 » 28. Juni 2016, 13:38

MirrorMirror hat geschrieben:Ich halte es für nicht hilfreich einen Katalog aufzulegen und als Standard zu verkaufen.

Es war nicht meine Absicht das als Standard zu verkaufen - auch wenn das vielleicht so rübergekommen ist. - War eigentlich nur meine Meinung wie eine mögliche Funktionsweise einer "schizoiden Persönlichkeitsstörung" im Kern entstehen könnte.

MirrorMirror hat geschrieben:Meiner emotionalen Wahrnehmung geht es gut, ich empfinde meine Artgenossen schlicht als lästig, sollte ich mit ihnen länger als ein paar Minuten auf einem Haufen sein. Das strengt tatsächlich an, ich reagiere recht schnell mit Stress und muss dann weg. Es verwirrt mich aber nicht und Panik kriege ich deswegen auch nicht [;)]

Ich empfinde Menschen auch so gut wie immer als lästig und da es mir eigentlich auch immer egal ist wie ich gerade rüberkomme und wie die Situation im Allgemeinen ist, fliehe ich eigentlich auch nicht aus Panik oder Angst vor Situationen - ich harre Situationen eigentlich meistens aus. Dennoch denke ich das dieses automatische "Scheißegal-Denken" und "Menschen sind mir lästig" eigentlich nur ein Schutzmechanismus ist - um die darunter liegende eigene Überempfindlichkeit zu überdecken. - Immerhin schreibst du ja auch das es dich anstrengt, dabei Stress empfindest und weg willst - das muss doch auch einen Grund haben.

Indigocat hat geschrieben:Das beschreibt mich ziemlich genau. Geht vielleicht auch ein bisschen in Richtung Hypersensibilität...

Habe zu diesem Thema einen guten Forum-Artikel gefunden wo sich einige darüber unterhalten
https://hochsensibel1753.wordpress.com/der-schlussel/
Vielleicht sind Asperger-Syndrom und Schizoide Persönlichkeitsstörung (und möglicherweise auch noch andere geistige Störungen/Krankheiten) ja tatsächlich nur Folgen einer Hypersensibilität!?
Bzw. da jeder Mensch/Charakter unterschiedlich ist - jeder auch nur automatisch verschieden mit so einer Hypersensibilität umgeht!?
Und sich die Ärzteschaft (da es ihr Job ist/ohne das ihnen das bewusst ist/die Psychiatrie noch in den Kinderschuhen ist?) für jeden unterschiedlichen Menschen einen anderen Namen für das jeweilige Verhalten ausdenken!?

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Re: Servus

Beitragvon Indigocat » 28. Juni 2016, 20:12

ToWCypress81 hat geschrieben:Vielleicht sind Asperger-Syndrom und Schizoide Persönlichkeitsstörung (und möglicherweise auch noch andere geistige Störungen/Krankheiten) ja tatsächlich nur Folgen einer Hypersensibilität!?
Bzw. da jeder Mensch/Charakter unterschiedlich ist - jeder auch nur automatisch verschieden mit so einer Hypersensibilität umgeht!?
Und sich die Ärzteschaft (da es ihr Job ist/ohne das ihnen das bewusst ist/die Psychiatrie noch in den Kinderschuhen ist?) für jeden unterschiedlichen Menschen einen anderen Namen für das jeweilige Verhalten ausdenken!?


Mit Asperger kenne ich mich zuwenig aus, hab mich damit nicht beschäftigt und kenne auch niemanden, auf den das zutreffen würde. Ich vermute, die Palette der Menschen mit schizoiden Persönlichkeitszügen reicht tatsächlich von Leuten, deren Emotionalität eingeschränkt ist bis zu Leuten, die hypersensibel sind und ein zuviel an Reizen nicht ertragen. Allgemein heißt es ja, bei introvertierten Menschen ist der Kortex aktiver und auch im Ruhezustand schon ausreichend stimuliert. Extravertierte müssen sich zusätzlich von außen stimulieren. Eigentlich ist ja auch in den Ursachen für eine SP (oder auch für bestimmte anderen psych. Erkrankungen) eine sehr große Vulnerabilität und Irritierbarkeit beschrieben, was ja einer Hypersensibilität meiner Meinung nach gleichkommt. Ich vermute mal, dieser Umstand ist schon bekannt und hat mit Hypersensibilität nur einen neuen Namen bekommen...

Hypersensibilität kann eine Ursache für die Entstehung einer psych. Störung sein, aber es kommen wohl in der Regel mehrere ungünstige Bedingungen zusammen, das Zusammenspiel aller Faktoren formt schließlich den Charakter des jeweiligen Individuums.
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Re: Servus

Beitragvon Clara » 29. Juni 2016, 00:14

Headmatter hat geschrieben:Meide Menschen eher, weil mir deren Befindlichkeiten auf den Sack gehen, die Leute sind so unsachlich. :breites grinsen:


*sign* Mich stört es extrem, dass angeblich kein Mensch einen Therapeuten braucht, ihre Umwelt aber ständig mit ihren Problemen zumüllen.

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Re: Servus

Beitragvon MirrorMirror » 29. Juni 2016, 21:22

ToWCypress81 hat geschrieben:Dennoch denke ich das dieses automatische "Scheißegal-Denken" und "Menschen sind mir lästig" eigentlich nur ein Schutzmechanismus ist - um die darunter liegende eigene Überempfindlichkeit zu überdecken. - Immerhin schreibst du ja auch das es dich anstrengt, dabei Stress empfindest und weg willst - das muss doch auch einen Grund haben.

Es hat einen Grund. Ich habe die Kommunikation zwischen kindlichen Bedürfnissen und elterlicher Liebe nicht gelernt. Keine Wertschätzung meiner kindlichen Leistungen, kein elterlicher Stolz, keine Liebesbekundungen. Faktisch damit keine Verbindung zu meinen Artgenossen. Emotional ist da nichts mehr. Es war mal da, hat aber nicht überlebt und liegt mittlerweile begraben und verrottet da.
Mein Fluchtinstinkt und der Stress haben mit der Frontlinie Normalo mit Gesprächsbedarf und mir mit Funkstörung zu tun. Das lässt sich nicht verbinden.
Sie erzählen mir ihren eigenen Mist, kämen aber nie auf die Idee, dass ich den gleichen Mist auch vor mir her trage und wiederholen damit den elterlichen Scheiss. Nur nicht wichtig nehmen, also ich mich selber. Die anderen sind wichtig, ich nicht. Das muss man verstehen, andere haben auch Probleme.
Aus dem Spiel hab ich mich ausgeklinkt, lange schon.
Ich bin ausgesprochen sensibel, eigentlich. Damit gewinnt man aber weder Blumentopf noch Pokal. Ich bin deswegen geworden was ich heute bin. Überleben muss man sich leisten können und ich habs irgendwie geschafft.

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Re: Servus

Beitragvon Sophie2 » 29. Juni 2016, 23:51

MirrorMirror hat geschrieben:
ToWCypress81 hat geschrieben:Sie erzählen mir ihren eigenen Mist, kämen aber nie auf die Idee, dass ich den gleichen Mist auch vor mir her trage und wiederholen damit den elterlichen Scheiss..

Mir geht es auch manchmal so, dass selbst relativ enge Freunde nicht an meinem Leben interessiert scheinen, selbst wenn ich etwas ganz aussergewöhnliches erlebt/gemacht habe. Sie labern dann die ganze Zeit von ihren eigenen kleinen Problemchen oder ziehen über andere her. Da frage ich mich dann 'soll ich jetzt selbst anfangen, von mir zu erzählen und ihnen meine Erlebnisse aufdrängen?' Meistens mache ich es nicht, aber ich frage mich dann schon, wieviel ich denen eigentlich bedeute. Dennoch finde ich, dass nur manche Leute so sind, dass es aber auch andere gibt, die sich durchaus auch für den anderen interessieren. Ich finde also, dass du das zu negativ und einseitig siehst (aus meiner Sicht). Vielleicht solltest du es nochmal, mit anderen, aufgeschlosseneren Leuten versuchen, vielleicht hast du einfach die falschen Kontakte - ?
ToWCypress81 hat geschrieben: Nur nicht wichtig nehmen, also ich mich selber. Die anderen sind wichtig, ich nicht. Das muss man verstehen, andere haben auch Probleme..

Also du meinst, die anderen denken, du sollst dich nicht wichtig nehmen? Oder du selbst denkst das? Wie gesagt, ich bin überzeugt, dass nicht alle so sind und dass es sich lohnt, sich auf die Suche nach den Aufgeschlosseneren zu machen.

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Re: Servus

Beitragvon Clara » 30. Juni 2016, 10:44

Sophie2 hat geschrieben:Also du meinst, die anderen denken, du sollst dich nicht wichtig nehmen? Oder du selbst denkst das? Wie gesagt, ich bin überzeugt, dass nicht alle so sind und dass es sich lohnt, sich auf die Suche nach den Aufgeschlosseneren zu machen.


Ich denke nicht, ich weiß, dass die anderen sich wichtiger nehmen als mich. Das kommt in Gesprächen direkt rüber, wird mehr oder weniger direkt gesagt. Es mag durchaus sein, dass nicht alle so sind, dass es auch Menschen gibt, die zuhören können, anstatt ihre eigenen Probleme und Befindlichkeiten ständig in den Mittelpunkt zu stellen.

Diese wenigen Menschen im RL zu finden, ist aber sehr mühsam. Da muss ich mich durch endloses Geschwätz mit Wichtigtuern kämpfen, um dann eventuell mal eine Aussahme zu finden. Das ist mir ehrlich gesagt, viel zu anstrengend.


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