Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Was nicht in die anderen Foren passt, kann hier thematisiert werden.
Ebenso können hier allgemeine Umfragen gestartet werden.

Kognitive oder emotionale Intelligenz?

Habt ihr eher ein kognitives Feingefühl bzw Intelligenz?
2
29%
Oder eher ein emotionales Feingefühl bzw Intelligenz?
1
14%
Oder Beides gleichermaßen?
2
29%
Oder hauptsächlich kognitiv und (etwas) weniger emotional?
2
29%
Oder hauptsächlich emotional und (etwas) weniger kognitiv?
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 7

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ToWCypress81
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Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon ToWCypress81 » 6. Juli 2022, 04:56

Würdet ihr eher von euch behaupten eine kognitive Intelligenz bzw Feinfühligkeit zu haben?

Oder habt ihr eher eine emotionale Intelligenz bzw Feinfühligkeit?


Was mich betrifft ist es so, das ich Themen egal welcher Art, gerade wenn sie sehr fachbezogen sind oft vom Kognitiven kaum verstehe.
Und daher oft bis zu 20 mal in Wiederholung lesen muss um sie (größtenteils) fachgenau im Zusammenhang verstehen zu können.

Daher, da das Kognitive mir so schwer fällt und auch sehr anstrengend für mich ist - gehe ich an die meisten Themen mehr vom Emotionalen in Wortlaut und Zusammenhang ran.

Somit auch meine Themen dadurch fast immer einen hauptsächlich emotionalen Grundtonus sowie Inhalt haben.

Geht euch das ähnlich wie mir, oder seit ihr eher kognitiv begreifende und fühlende Menschen?
Zuletzt geändert von ToWCypress81 am 6. Juli 2022, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon Kalliope » 6. Juli 2022, 09:33

Von Fachwelt bestätigt: meine beiden Hirnhälften sind gleich gut. Und das nehme ich auch so wahr.
(Bin auch beidhändig, falls das irgendwie ein äußerlicher "Nachweis" dafür ein könnte.)
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Re: Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon Traumafrau » 6. Juli 2022, 12:31

Wenn du an dir kognitive Aufnahme- und Verarbeitungsschwächen bemerkst, lässt du das neurologisch abklären, ob das mit deiner Medikation in Zusammenhang steht? Evtl auch einen Demenz/Alzheimer Frühcheck und einen Intelligenztest? Wenn das so gravierend ist, sollte das wirklich regelmäßig beobachtet werden und sei es, dass du dir neutrale Parameter suchst und dir das alle halbe Jahr selber notierst um den Verlauf zu beobachten. Ich würde versuchen Ursachenforschung zu betreiben. Wie gesagt evtl auch in Richtung FAS, Frühdemenz, Medikamenteneinfluss. Reizverarbeitung etc, da dann unterschiedlich darauf reagiert werden sollte.

Habe neulich gelesen das Kinder mit kognitiven Leistungen im guten bis sehr guten Bereich später im Erwachsenenalter durchaus gravierend an kognitiven Fähigkeiten einbüßen können (interessanterweise auch umgekehrt), da können viele Faktoren hinterstecken.

Du spielst ja gerne Computerspiele und in diesen Spielen gilt es auch Aufgaben zu lösen, so etwas scheint dann ganz förderlich für dich zu sein.

Zu deiner Frage: Mitfühlen musste ich erst lernen. Es gab Zeiten als KInd da war ich innerlich kalt und leer, das hatte seine Blüte im Jungerwachsenenalter. Ich habe dann in Foren gelesen und gelernt wie andere junge Frauen die Dinge aufnehmen und emotional Verarbeiten, und habe mich im Hineinfühlen geübt. Teilweise gab es starke Unterschiede in meinem und ihrem Erleben, aber ich habe ihr Erleben als zu erreichenden Resonanzpunkt markiert und bin dann emotional die Pfade abgelaufen bis ich ihre Ergebnisse hatte, nicht nur geistig, sondern eben auch emotional so weit wie es irgend ging dem nahekommend (100% kann es ja nicht sein, ich bin ja nicht sie). Was ich schon immer sehr gut konnte war Mimik einordnen, das musste ich früh lernen um klarzukommen. Allerdings habe ich nichts gespiegelt, da gab es ein paar Erweckungserlebnisse in denen ich andere Frauen beobachtete, wie sie in Gesprächen mitschwangen und ich hingegen die gehörten Informationen wie ein leerer Raum in mich aufnahm und resonanzlos verschluckte. Also übte ich mich auch im Nicken, Weben und "ja! ja!" sagen. Und - es auch zu fühlen und warm zu werden.

Frauen waren für mich dahingehend wirklich ein Buch mit sieben Siegeln, ich hatte weder Zugang zu ihnen, noch interessierten sie sich für mich im wohlwollenden, nahbaren Sinne, noch hatte ich Freundinnen. Nur eine: die war so *warm", die habe ich absorbiert um eben auch "warm" zu werden, eben wie du sagst, um ein "fühlender Mensch" zu werden. Was auch unangenehmes birgt, denn durch diese Offenheit werde ich 1.) angreifbar und 2.) öfter krank. Im kühl -sauer- ätzend Millieu scheinen sich Keime, Viren und Parasiten nicht so wohl zu fühlen, im "neurotypischen" schon eher. Wenn ich hingegen erkalte, kalt werde, nicht mehr mitfühle und sich alles in sich zurückzieht, scheinen die Kapillargefäße nicht ganz so durchblutet zu werden, es gibt Porenverschlüsse, kalte Hände, kalte Finger und Haarausfall und eben das "Herz aus Stein". Dann werde ich auch in meinem Mitfühlen und Denken eiskalt.

Je nach Alarmstufe dauert es, bis ich mich wieder berappel, ich habe Taktiken entwickelt und mache Dinge die mir gut tun, mich ablenken und mich wieder auftauen lassen..

Kalliopes Beispiel erinnert mich daran, wie ich mich als Kind diesbezüglich wohl indifferent verhielt, getestet und als Rechtshänderin diagnostiziert wurde. Wenn ich mich dann weiterhin indifferent verhielt schnauzte meine Ziehmutter mich an "Du wurdest getestet, du bist Rechtshänder, jetzt verhalt dich auch so, lass das!"
Ähm -- "Ja, Mama". Das ist nicht selten passiert!

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Re: Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon 2ost » 6. Juli 2022, 14:24

Kognitiver Gutmensch wäre in diesem Kontext ein Paradoxon, richtig?

(Frage für einen Freund.)

Chrisp
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Re: Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon Chrisp » 6. Juli 2022, 14:49

Bei mir kommt es darauf an, was ich lese.
Ist es wie Du beschreibst Fachliteratur, eine sachliche Auseinandersetzung mit einem Thema, dann verarbeite ich diese hauptsächlich kognitiv.
Lese ich ein Drama, dann kann ich durchaus heulen, schimpfen, traurig sein. Also emotional mitfühlen, gar mitleiden.
Lese ich eine Erzählung oder Meinung, ist Beides in "Arbeit". Aufnahme der reinen Infos, aber auch welche Emotionen transportiert werden bzw. in den Aussagen "stecken"(können) und /oder mich erreichen.

Reine Infos (Fachliteratur) verarbeite ich schneller als eine Erzählung/Meinung. Aber wenn mich ein Gefühl beim Lesen (eines Dramas o. Ä.) "packt" erfolgt die Reaktion auch fast spontan.

Ist es aber so, dass jemand etwas zu meiner Person aussagt, dann steht mein emotionaler Empfänger immer auf: Achtung! Dann muss ich erst meine Emotionen sortieren und dann kann ich erst kognitiv auf die Aussage eingehen. Meine Antwort wird dementsprechend ein Gemisch aus Beidem sein.

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Re: Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon ToWCypress81 » 6. Juli 2022, 15:49

Hallo Community :Sonne:

vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe hier nochmal die Fragen (zum ankreuzen) ergänzt, falls sich da jemand in diesen hinzugefügten eher sieht oder nachträglich noch ankreuzen will (@Kalliope habe z. B. nun auch beides zum ankreuzen angegeben).

Vielen Dank auch @Traumafrau für diese Hinweise.
Ich werde dem Nachgehen, und hier im Forum vielleicht das auch in Form eines/meines Tagebuches oder eigenen Threads da meine Erfahrungen schildern, wenn ich erste Ergebnisse habe.
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Re: Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon ToWCypress81 » 6. Juli 2022, 16:14

2ost hat geschrieben:Kognitiver Gutmensch wäre in diesem Kontext ein Paradoxon, richtig?

Was verstehst du unter Gutmensch?
Wenn es nur um moralisch integere Menschen geht, würde ich einen gefühlt kognitiven Menschen wie vielleicht Albert Einstein, und einen gefühlt eher emotionalen Menschen wie Bud Spencer im Vergleich nicht als besser oder schlechter im Sinne der Herzlichkeit, Ansinnen, Moral und Ethik verstehen.
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Re: Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon 2ost » 6. Juli 2022, 16:28

ToWCypress81 hat geschrieben:Wenn es nur um moralisch integere Menschen geht, würde ich einen gefühlt kognitiven Menschen wie vielleicht Albert Einstein, und einen gefühlt eher emotionalen Menschen wie Bud Spencer im Vergleich nicht als besser oder schlechter im Sinne der Herzlichkeit, Ansinnen, Moral und Ethik verstehen.
Es ging mir darum, ob ein rein kognitiv agierender Mensch Moral und/oder einen ethischen Kompass, etc., aufweisen kann oder ob das quasi mit einer antisozialen Persönlichkeit einhergehen muss. Deiner Erläuterung nach ist das nicht der Fall und meine Stimme bei der "kognitiven Intelligenz" also richtig aufgehoben. Danke auch für die, das erhellt habende, bildhaften Erläuterung dazu.

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Re: Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon Avocado » 8. Juli 2022, 01:00

Ich tue mich mit der Frage schwer, weil ich mich sehr mit dem Konzept "kognitive Empathie" beschäftige, also der Frage, ob man den anderen "versteht", ohne ihm nachzuempfinden.
Geht es dir dabei darum? Ich hätte das jetzt eher so verstanden, dass es dir bei der "kognitiven Intelligenz" auch um andere Themen als Emotionalität geht.

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Re: Kognitive Intelligenz oder emotionale Intelligenz

Beitragvon ToWCypress81 » 8. Juli 2022, 06:54

@Avocado
Es geht mir darum, ob du z. B. Fachthemen gut kognitiv verstehst und auch entsprechend umsetzen kannst.
Oder ob du an Themen eher vom emotionalen herangehst, versuchst zu verstehen und entsprechend umsetzt.

Unter "kognitiver Emphatie" kann ich mir persönlich nicht so viel vorstellen.
Das erste was mir dabei einfällt, wäre, das man die Interaktion von Menschen studiert, und dann aufgrund dieses gelernten Wissens versucht genau so in einer Interaktion zu reagieren.
Meintest du das in etwa so?

Kognitiv fühlen, von dem ich schrieb, war da vielleicht etwas irreführend.
Denn gedacht fühlen verstehe ich persönlich nicht, da ich selbst so nicht empfinden kann. Dennoch gibt es auch einige/viele die behaupten genau das zu tun.
Fühlst du kognitiv?
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