Interview zum Thema Alexithymie

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Re: Interview zum Thema Alexithymie

Beitragvon Kalliope » 26. April 2021, 16:10

@tiffi: nur rasch lieben Dank für die beiden Links. Ich schaue rein, sobald ich die Muße habe. Auch lese ich gern die Antworten mit, muss mich aber grad mal ausklinken (Monatsende, Steuerkram, Auftrag und Co... *seufz*)
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Re: Interview zum Thema Alexithymie

Beitragvon tiffi » 26. April 2021, 21:30

2ost hat geschrieben:Falls ich das Interview richtig erinnere, beschrieb die Frau das als, erst einmal, vollkommen normale, allen Menschen in unterschiedlichen Abstufungen innewohnende Persönlichkeitsmerkmale.
Es wird auch mit Legasthenie verglichen, das wäre ja auch nicht direkt eine Pathologie, aber eine Art Schwäche vielleicht.

Ich hab auch gerade nochmal geschaut, was Carlotta Welding für eine Studienrichtung hat, mit dem sie Aussagen zu
Emotionen trifft. Sie ist Linguistin, und hat dann an einem Exzellenzcluster mitgewirkt (zum ersten Mal davon
gehört). Es bedeutet aber wohl, dass multidisziplinär Themen beleuchtet werden, und bei ihr war die Gefühlsblindheit
dann das spezielle Forschungs-Thema mit Promotion.
austerl hat geschrieben: Tatsächlich habe ich immer das Gefühl, meine Schutzdistanz erst verstehen zu müssen, um sie kontrolleren zu
können, d.h. um sie mindestens bei mir wichtigen Kontakten abbauen zu können.
Du hast ja glaube ich auch mal geschrieben, dass du meditiert (hast), hat dir das irgendwie beim
Zugang zu Emotionen geholfen? Es kommt vielleicht noch auf die genaue Methode an, aber ich dachte, bei
längerer Meditation würden IMMER irgendwelche Emotionen hochsteigen?
Oder vielleicht auch sehr viele Gedanken, die auch irgendwie "verkleidete Emotionen" sind?
austerl hat geschrieben: Ich merke, dass es mich doch ärgert, wie sie als Emotionsexpertin den „Roboter“ schildert (dass bei ihm innerlich eh nicht viel los sei) – wobei ich mir eben auch vor Augen halte, dass viele Schizoide höhergradig alexithym sind (so dass man sogar eine Synonymie der Diagnosen für möglich hielt)…
Vielleicht steckt da Angst vor (Ab)wertung drin, als hätte sie so mit dem Finger drauf gezeigt und dass da etwas nicht ok ist?
Gerade, wenn es ein Merkmal ist, IST es ja dann einfach, und damit ok, denke ich.
Wobei ja ein gewisses Training möglich zu sein scheint, vielleicht wäre dies wirklich ähnlich der Legasthenie,
dass man Konzentration und Differenzierung lernt?
Kalliope hat geschrieben:@tiffi: nur rasch lieben Dank für die beiden Links. Ich schaue rein, sobald ich die Muße habe. Auch lese ich gern die Antworten mit, muss mich aber grad mal ausklinken (Monatsende, Steuerkram, Auftrag und Co... *seufz*)
Ok, viel Glück und Ausdauer mit dem Kram :glück:

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Re: Interview zum Thema Alexithymie

Beitragvon austerl » 27. April 2021, 01:17

ToWCypress81 hat geschrieben:Denn erst wenn man erkennt, das man nicht alle Menschen perse' (automatisch) negative Absichten zurechnen/anrechnen kann, sondern man JEDEN Menschen erstmal Vertrauen geben MUSS
Seltsam ist, dass ich Misstrauen gegen einzelne Menschen nicht empfinde. Es mag ein verstecktes, pauschales Misstrauen geben, aber kein empfundenes. Und ich verhalte mich auch nie misstrauisch. Mein mir selbst manifestes (nicht verstecktes) Problem ist eher Gleichgültigkeit, und diese Gleichgültigkeit verhindert, dass ich Zwecke und Absichten habe in der „Realität“. Aber andere haben (gesunderweise) Zwecke und Absichten. Und diese Diskrepanz führt dazu, dass ich wieder auf Distanz gehe, glaube ich jedenfalls. Man kann diese Intentionslosigkeit vielleicht als ultimative, verhüllte Form von Misstrauen verstehen. Allerdings geht die Gleichgültigkeit darüber hinaus, indem ich z.B. auch selbst Erreichtem gegenüber gleichgültig bin… Aber ich kann mich in all dem auch leicht täuschen.
ToWCypress81 hat geschrieben:Für dein EMPFINDEN, wie du Menschen begegnest, wird dieses "verstehen-wollen" in der Regel überhaupt nichts ändern.
Das Alexithymie-Thema ist für mich interessant, da ich mich frage, ob oder wie stark ich alexithym bin. Anderen erscheine ich zwar vielleicht (meist) nicht so, aber es fehlt mir innerlich an emotionaler Präsenz. Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben. Ich kann leicht Kontakte knüpfen, auch recht leicht mit einzelnen anderen „emotional“ zusammen sein, und dennoch bin ich emotional nicht (ganz) präsent. Das ist wahrscheinlich das, was gern „schizoide Maske“ genannt wird. Die dabei entzogene Emotionalität (ich bin etwas hilflos, das zu beschreiben) kann man vielleicht auch anders sehen: als Form von Alexithymie, insofern ich nicht einfach beschließen kann, emotional voll präsent zu sein in der Begegnung mit anderen… Das ist eine echte Schwierigkeit.
ToWCypress81 hat geschrieben:"Formal" und "Pauschal" heißt nicht EMPFINDEN.
Das kann ich einsehen. Es erscheint mir nur eben als das (vorerst) beste, was ich tun kann. Bin dabei auch wirklich nicht empfindungslos. Aber die beschriebene Einschränkung besteht eben…
ToWCypress81 hat geschrieben:Vertrauen das du damit lernst anderen zu geben, genauso wie Vertrauen dadurch auch zurückzubekommen.
Das kann ich, glaube ich, auch verstehen. Das Vertrauens-Thema ist allerdings ganz besonders schwierig für mich (zu ermessen)…
tiffi hat geschrieben:meditiert (hast), hat dir das irgendwie beim Zugang zu Emotionen geholfen?
Schwer zu beantworten. Es hat dabei geholfen im konkreten Hier und Jetzt präsent zu sein, d.h. meine reale Umgebung wieder wahrzunehmen, d.h. mich in meiner Umgebung zu fühlen. Insofern ja. Und es ist wirklich erstaunlich. Sich wieder in der eigenen Umgebung zu fühlen, hat etwas überaus Beruhigendes, ja Beglückendes. Glücklicherweise hatte ich diese Art von Derealisation nur zweimal erlebt, und das ist schon eine Weile her. Mit Blick auf Deine Frage könnte ich vielleicht wirklich antworten, dass das eine Erfahrung des Wiedererlangens von Emotionalität oder auch eine Form von „Fühlen lernen“ war (insofern ich auch diese emotionale Dimension kurzzeitig „verlernt“ hatte).
tiffi hat geschrieben:Oder vielleicht auch sehr viele Gedanken, die auch irgendwie "verkleidete Emotionen" sind?
Das ist ein spannender Gedanke. Ja, jetzt da Du das fragst… Im Allgemeinen hatte ich die Achtsamkeit auf das eigene Atmen bezogen (und darüber sozusagen eine emotionale „Grundpräsenz“ erreicht). Aber ich habe auch ein bisschen experimentiert, die Achtsamkeit beiseite gelassen, einfach nur Gedanken und Bilder kommen und gehen lassen. Das hat im Gegensatz zur Achtsamkeit nichts direkt bewirkt, aber es war interessant, dass ich vor allem positive Erinnerungen (z.B. Naturerfahrungen, aber auch Erfahrungen mit anderen) hatte, was angenehm war (schon weil ich sonst generell nur wenige Erinnerungen habe). Mit Deinem Gedanken im Hinterkopf könnte ich das wieder mal machen, um dann zu versuchen „achtsam“ zu sein in Hinsicht auf die Emotionen, die dieses Positive der Erinnerungen ausmachen… Das wäre ein interessantes Experiment… Danke!
tiffi hat geschrieben:Vielleicht steckt da Angst vor (Ab)wertung drin
Wahrscheinlich ist es das. Ich glaube eigentlich auch gar nicht, dass ich wirklich weniger Emotionen habe, sondern nur, dass ich mit ihnen nicht (ganz) präsent bin. Ich würde am liebsten sagen: Die Emotionen sind schon da, aber ich bin mit ihnen nicht präsent. Die Emotionalität ist sozusagen zurückgenommen, teilweise „zurückgezogen“, aber nicht fehlend. Es mag Unsinn sein. Man kann einwenden, eine Emotion, die „zurückgezogen“ ist, ist nicht zu unterscheiden von einer, die fehlt… Und vielleicht sind es ja die „zurückgezogenen Emotionen“, die Alexithymie im eigenen Erleben ausmachen?
(Jetzt habe ich einmal mehr nur von mir gesprochen… Ich wünschte wirklich, mal auf andere so tief eingehen zu können wie Du…)

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Re: Interview zum Thema Alexithymie

Beitragvon tiffi » 27. April 2021, 17:53

austerl hat geschrieben: Und es ist wirklich erstaunlich. Sich wieder in der eigenen Umgebung zu fühlen, hat etwas überaus Beruhigendes, ja Beglückendes.
Wäre bei Kontakt denn auch so eine Achtsamkeit möglich? Oder schließt sich das irgendwie aus, sich auf Menschen
zu konzentrieren und real im Umfeld zu sein / achtsam zu sein?

Meditation ist ja wahrscheinlich beschaulich und Menschen agieren da wohl doch mehr, gerade wenn es im
Kontakt so hin und hergeht.
austerl hat geschrieben: Aber ich habe auch ein bisschen experimentiert, die Achtsamkeit beiseite gelassen, einfach nur Gedanken und Bilder kommen und gehen lassen. Das hat im Gegensatz zur Achtsamkeit nichts direkt bewirkt, aber es war interessant, dass ich vor allem positive Erinnerungen (z.B. Naturerfahrungen, aber auch Erfahrungen mit anderen) hatte, was angenehm war (schon weil ich sonst generell nur wenige Erinnerungen habe).
Ich hatte daran gedacht, dass es bei Meditationsanfängern oft so sein soll, dass sie kaum
ruhig sitzen können, sondern mit Gedanken ganz woanders sind, oder ganz viele Sachen hochkommen, was zu tun
ist, oder z. B. unterdrückte Gefühle hochkommen, weil die Ablenkung wegfällt.

Das ist bei dir dann wohl eher nicht der Fall, es klingt so als könntest du lange selbst genügsam und zufrieden rumsitzen,
und als hättest du das vielleicht als Kind auch schon gut gekonnt (?).
Ist ja im Grunde ein angenehmer Zustand denke ich, nur hilft das vermutlich bei Kontakt dann nicht so weiter.
Oder es kommt auf den Kontakt an; wenn beide gerne angeln und stundenlang still am Fluss sitzen, dann ist
das ja auch Kontakt.
austerl hat geschrieben: Ich glaube eigentlich auch gar nicht, dass ich wirklich weniger Emotionen habe, sondern nur, dass ich mit ihnen nicht (ganz) präsent bin. Ich würde am liebsten sagen: Die Emotionen sind schon da, aber ich bin mit ihnen nicht präsent.
(Jetzt habe ich einmal mehr nur von mir gesprochen… Ich wünschte wirklich, mal auf andere so tief eingehen zu können wie Du…)
Ich lese bei dir auch öfters einen Vergleich raus- das etwas doch da sein MÜSSTE.
Du siehst bei anderen etwas, und bei dir bewertest du etwas als Defizit, wenn es anders ist.

Es kann schon sein, dass man in Kontakt auch neue Erfahrungen macht und was dazulernt, Emotionen entdeckt,
und Teilhabe erfährt, oder Nähe oder ähnliches, aber am Ende ist man ja doch man selbst (der in Kontakt ist)
und es geschieht ja dann, was passiert, und nicht was geschehen MÜSSTE. :rätseln:

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Re: Interview zum Thema Alexithymie

Beitragvon austerl » 27. April 2021, 19:54

tiffi hat geschrieben:schließt sich das irgendwie aus, sich auf Menschen zu konzentrieren und real im Umfeld zu sein / achtsam zu sein?
Nein. Aber sich nicht in seiner Umgebung zu fühlen schließt den Kontakt zu Menschen aus.
tiffi hat geschrieben:Meditation ist ja wahrscheinlich beschaulich und Menschen agieren da wohl doch mehr
So viel kann ich dazu gar nicht sagen, da ich selten meditiere.
tiffi hat geschrieben:Ich lese bei dir auch öfters einen Vergleich raus- das etwas doch da sein MÜSSTE.
Du siehst bei anderen etwas, und bei dir bewertest du etwas als Defizit, wenn es anders ist.

aber am Ende ist man ja doch man selbst (der in Kontakt ist)
und es geschieht ja dann, was passiert, und nicht was geschehen MÜSSTE.
Der Blick auf andere spielt eine Rolle, aber im Zweifelsfall würde ich wie die meisten anderen sagen, dass ich halt nicht wie andere bin.
Das eigentliche Motiv ist die eigene Zerrissenheit, die Diskrepanz zwischen Selbstverständnis und Verhalten. Bis vor zwei Jahren habe ich diese Zerrissenheit gar nicht erkannt, und jetzt will ich meine Selbstakzeptanz unbedingt nicht mehr auf diesen Zustand, auf dieses Defizit an „Integrität“ (mit)beziehen, sondern eben auf mich selbst. Praktisch nur in dem Forum hier trage ich diese Zerrissenheit auch nach außen…

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Re: Interview zum Thema Alexithymie

Beitragvon tiffi » 28. April 2021, 06:36

Ich merke auch gerade, dass ich doch sehr vom Thema abweiche (Buchvorstellung und Thema selbst).
Meine Seitenidee war, ob man mit Meditation / Aufmerksamkeitsübungen Emotionen eher wahrnehmen kann.
@austerl, danke für den Austausch bisher. Würde mich an der Stelle dann auch mal bremsen, weil es doch
etwas vom Thema wegführt. Aber ja, da meinte ich die Akzeptanz und die Erfahrung selbst , im Gegensatz
zu einem Konzept, was da sein sollte, also einer Art Soll-Rechnung gegenüber der Emotion.

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Re: Interview zum Thema Alexithymie

Beitragvon ToWCypress81 » 28. April 2021, 11:47

austerl hat geschrieben:Es mag ein verstecktes, pauschales Misstrauen geben, aber kein empfundenes.(...)
Aber andere haben (gesunderweise) Zwecke und Absichten. Und diese Diskrepanz führt dazu, dass ich wieder auf Distanz gehe, glaube ich jedenfalls.

Das du jedem rigoros Zwecke und Absichten, auch wenn du die hier aus gesellschaftlichen Gründen als "gesunderweise" titulierst, in ihrem Handeln im Vorhinein unterstellst - ist kein "verstecktes" Misstrauen! Das ist ein ganz klar von dir empfundenes, wenn auch vom Verstand nicht wahrhabendes Misstrauen!

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Re: Interview zum Thema Alexithymie

Beitragvon austerl » 28. April 2021, 18:03

Mit „Zwecken und Absichten“ meine ich eigentlich nur, dass soziale Wesen mehr als nur fiktiv an Kontakten interessiert sind, d.h. ihre Kontakte mit Leben füllen wollen, sie also nicht nichts wollen. Im Gegensatz zum Misstrauischen, der andere stets „durchschaut“ und immer auf der Hut ist, bin ich komplett arglos. Nur vermag ich es nicht, mich emotional ins Spiel zu bringen, und insofern bleiben für mich Kontakte mehr etwas Irreales. Daher auch das Interesse an dem Alexithymie-Thema (und die Bereitschaft zu einer emotionalen „Soll-Rechnung“).

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Re: Interview zum Thema Alexithymie

Beitragvon ToWCypress81 » 29. April 2021, 14:18

austerl hat geschrieben:Mit „Zwecken und Absichten“ meine ich eigentlich nur, dass soziale Wesen mehr als nur fiktiv an Kontakten interessiert sind, d.h. ihre Kontakte mit Leben füllen wollen, sie also nicht nichts wollen.
(...)
Nur vermag ich es nicht, mich emotional ins Spiel zu bringen, und insofern bleiben für mich Kontakte mehr etwas Irreales.

Verstehe ich das richtig, das du über Kontakte redest die bereits vorhandenen sind?
In diesem Fall ist die Frage, aus welchem Interesse heraus der oder diese Kontakt/e überhaupt zustande kam/kommen?

Falls das nicht der Fall ist:
Kontakte entstehen normal nie aus einem bewussten Zweck oder Absicht einer Person gegenüber, das wäre doch sehr creepy bzw eigenartig.
Meistens kommen Kontakte zustande, weil Menschen z. B. durch die Arbeit oder zufälligen Begegnungen miteinander klar kommen müssen bzw aus Angst vor der fremden Person oder sich aus Etikette heraus - freundlich geben.
Erst falls ein gleiches Interessensgebiet vorhanden ist, genauso wie aufgrund eines Interessensgebietes - daher in beiden Fällen nicht aus Zweck/Absicht an der Person - sondern durch das Interesse, automatisch dann mehr Kontakt durch den Informationsaustausch, zu der jeweiligen Person entsteht.

Wenn man allerdings keine Interessen hat, sprich: gleichgültig gegenüber allem ist, hat man auch nichts worüber man sich mit einer Person unterhalten kann.
Daher geht es wenn du sagst, das du kein Misstrauen empfindest, vielleicht eher darum, das du kaum, keine oder zu geringe Interessen hast über die du dich mit anderen austauschen könntest.

Zumindest scheinst du in diesem Forum, wie auch bei diesem Thema, einige Interessensgebiete zu haben über die du dich austauschen willst.
So gesehen hast du zumindest was einen digitalen Austausch betrifft hier ja auch schon ein paar Kontakte geschlossen.

Rein digitale Kontakte zu haben, ist heutzutage übrigens keine Seltenheit. Viele Menschen haben heutzutage Interessen und somit Kontakte, die sich ausschließlich mit digitalen Inhalten befassen.
Siehe: Online-Spiele, Wissens-Austausch-Foren, Video- und Bilder-Plattformen usw.

Aber auch dort, also durch digitale Interessensgebiete, können Kontakte bzw Personen dessen Interessen sich so stark gleichen, somit auch das Bedürfnis haben sich in echt bzw in real in ihren Interessen auszutauschen. Sodass erst DADURCH (durch die Interessen) ein Interesse an dem Kontakt bzw an diesen Menschen entsteht.


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